Akute Appendizitis erkennen und behandeln.
01. September 2025
Die Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist eine der häufigsten Ursachen für akute Bauchschmerzen und trifft vor allem Kinder und Jugendliche, kann aber in jedem Alter auftreten. Typischerweise beginnen die Schmerzen diffus im Oberbauch oder um den Bauchnabel und wandern später in den rechten Unterbauch. Häufig kommen Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit hinzu. Unbehandelt kann der entzündete Blinddarm platzen, wodurch sich Eiter in der Bauchhöhle ausbreitet – ein lebensbedrohlicher Zustand.
Die Diagnose stützt sich auf die klinische Untersuchung, Blutwerte, Ultraschall und gegebenenfalls eine CT. Bei der Standardtherapie wird der Appendix chirurgisch entfernt. Dabei kommt meist die laparoskopische Technik zum Einsatz, die mit kleinen Schnitten auskommt und zu einer schnelleren Genesung führt. Einige Studien untersuchen den Einsatz von Antibiotika bei unkomplizierter Appendizitis als Alternative zur Operation, doch derzeit gilt die Operation als sicherste Methode, um Komplikationen zu verhindern.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie äußert sich eine Blinddarmentzündung?
Typisch ist ein Schmerzbeginn im Oberbauch, der innerhalb von Stunden in den rechten Unterbauch wandert, begleitet von Übelkeit und Fieber.
Ist eine Operation immer notwendig?
Bei den meisten Patienten wird der Blinddarm entfernt, um Komplikationen zu vermeiden. In ausgewählten Fällen werden Antibiotika eingesetzt.
Wie schnell erhole ich mich nach dem Eingriff?
Nach einer laparoskopischen Appendektomie können viele Patienten innerhalb schon am nächsten Tag wieder normal essen und nach wenigen Tagen leichte Tätigkeiten aufnehmen.
Kontakt
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Prof. Dr. med. Bader
Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie, ISAR Klinikum
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